#39 – Das Buch, dass alles veränderte

Heute mal ein völlig anderes Thema. Ich erzähle ich von dem Buch, welches dazu geführt hat, mich selber weiterzuentwickeln. Es hat mir die Augen geöffnet und mich jetzt schon seit über 4 Jahren geprägt. Es führte zur Neuorientierung in meinem Leben und schlussendlich auch zu diesem Blog. Wie es dazu kam und wieso ich jedem dieses Buch nur ans Herz lesen kann, erfahrt ihr im heutigen Beitrag.

Zuerst kurz eine kleine Geschichte. Durch die Arbeit bei der Bundeswehr hatte ich immer einer große Fahrstrecke zwischen meinem Wohnort und der Kaserne (immer so zwischen 300km und 600km, je nach Standort). Da ich fast immer alleine fuhr und die Musik irgendwann langweilig wurde, fing ich an, Hörspiele laufen zu lassen. Als ich dann in München studierte, stieß ich durch reinen Zufall an ein Hörbuch, das vom Titel so ungewöhnlich klang, dass ich es mir unbedingt anhören wollte:

Das Buch behandelt 52 Themen des Lebens. 52 Fehler, die tagtäglich tausende Menschen begehen. Besonders schätze ich an diesem Buch die verständliche Erklärung. Auch wenn manchmal ein gewisses finanzielles oder unternehmerisches Wissen nützlich ist, um alle Aspekte nachvollziehen zu können, begreift man schnell die Kernaussage jedes „Denkfehlers“. Außerdem werden am Ende jedes Kapitels Handlungsempfehlungen gegeben, wie man den Denkfehler vermeiden oder zumindest die Auswirkung vermindern kann. Ich habe das Hörbuch mittlerweile über 10 Mal durchgehört und lese jedes Jahr einmal das Buch. Die 52 Denkfehler werden in kleinen Kapiteln von 2-3 Seiten dargestellt. Das macht das Lesen sehr angenehm, da man so ganz einfach in einer Raucherpause (Nicht, dass ich jemals welche als Nichtraucher hätte) oder kurz vor dem Einschlafen ein Kapitel durchnehmen kann. Ich empfehle euch, nach jedem Kapitel kurz zu pausieren und den Denkfehler mit eurem Leben zu vergleichen. Oft muss man etwas überlegen, um eine sinnvolle Anwendbarkeit zu finden, aber es hat mir schon oft weiter geholfen, da ich einige Fehler heute nicht mehr so stark mache oder einige gänzlich abgelegt habe.

Ich fasse heute nur ein Kapitel zusammen, um euch einen kleinen Einblick in das Buch zu geben. Es handelt vom Vater aller Denkfehler, dem „Confirmation Bias“ (auf deutsch etwas unglücklich „Bestätigungs Verzerrung“ formuliert). Hierbei geht es um den Fakt, dass wir bestimmte Glaubenssätze oder Theorien haben und diese nur mit bestätigenden Beweisen füttern. Gegenteilige Meinungen werden einfach ignoriert oder als „Ausnahmen“ abgestempelt. Beispielsweise zum Thema Ernährung: Wenn jemand für eine vegane Ernährungsweise ist, dann sucht er im Internet nur nach beweisen, wie gesund diese Ernährung doch ist und warum Fleisch schlecht ist. Nach Berichten über die Vorteile von Fleisch sucht man nicht. Es könnte ja die Theorie ins wanken bringen. Gleiches beim Thema „Reiche sind alle schlecht“. Wenn ich möchte, finde ich genügend Beweise dafür, dass reiche Menschen die Bevölkerung nur ausbeutet und im dekadenten Luxus leben, wenn ich gegen Reiche bin. Bin ich dagegen selber reich oder ihnen positiv gestimmt, dann suche ich nach guten Taten, wie zum Beispiel, dass sie viele Jobs schaffen oder Geld an Hilfsorganisationen spende. Egal auf welche Seite ich mich schlage, ich werde am Ende recht haben (subjektiv betrachtet).

Dobelli rät dem Leser, alle wichtigen Glaubensätze aufzuschreiben und dann vehement nach gegenteiligen Beweisen zu suchen. Bestätigende Fakten zu finden ist einfach, Anfechtende dagegen nicht. Nichts ist schwerer, als seine eigenen Theorien anzugreifen. Aber so versteifen wir uns nicht nur auf eine Seite sondern können das Thema differenziert betrachten und mehrere Meinungen verstehen. Das hilft uns in vielen Lebenslagen weiter.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder in diesem Buch seine eigenen Denkfehler erkennt. Und selbst wenn ihr durch dieses Buch auch nur einen Fehler öfters vermeidet oder schneller erkennt und abstellt, dann hat sich der Kauf gelohnt. Die einfache Sprache und die kurzen Kapitel machen es zu einem Buch für jeden, egal wie weit er sich in seinem Leben fühlt oder welche Probleme man meint zu haben.


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Weiterführende Literatur

Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen – Rolf Dobelli

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