#38 – Entscheidungen – nur sie bringen dich weiter

In einer Gesellschaft, die von Medien, dem Internet und anderen äußeren Faktoren bestimmt ist, haben wir nach und nach verlernt, Entscheidungen zu treffen. Selbst in der Politik trifft man sie nicht gerne, da sie Konsequenzen mit sich tragen und damit die Wiederwahl verhindern könnten. Aber gerade in so einer Zeit halte ich es für wichtig, sich wieder darauf zu besinnen, mehr Entscheidungen zu treffen, und zwar bewusst. Denn auch keine Entscheidung zu treffen ist am Ende doch eine. Mehr zu diesem Thema im heutigen Beitrag.

Bist du ein Angestellter und tust täglich, was dein Chef dir sagt? Fährst du dorthin in den Urlaub, was du in den Medien siehst? Kaufst du Produkte, die Menschen im Fernsehen oder im Internet anpreisen? Ja dann bist du wie jeder Mensch. Im digitalen Zeitalter sind wir umgeben von Beeinflussungen. Wir nehmen das auch gerne in Kauf, da uns so die Aufgabe abgenommen wird, selbst eine Entscheidung treffen zu müssen. So müssen wir nicht die tausend Urlaubsziele anschauen und etliche Hotelbewertungen lesen, wenn wir doch das Angebot aus der Werbung buchen können. Wir müssen auch nicht täglich überlegen, wie wir der Firma heute am nützlichsten sind. Alles wird uns abgenommen und wir sparen uns Denkleistung. Ja Entscheidungen kosten viel Energie. Je länger man darüber nachdenkt und abwägt, desto schlechter arbeitet da Gehirn (weswegen ich auch 20 stündige Debatten und Gespräche von Politikern oder Unternehmen für nicht sinnvoll erachte, da am Ende nie etwas sinnvolles dabei herauskommen kann). Aber dennoch sollten wir mehr bewusste Entscheidungen treffen. Wenn wir von anderen bestimmt werden, dann leben wir nicht unser Leben sondern das Leben lebt uns.

Egal, ob es Schicksal, einen Gott oder andere höhere Mächte gibt, im Endeffekt sind wir die Summe unserer Entscheidungen. Ich bin heute das, weil ich mich in der Vergangenheit so entschieden habe. Nicht immer bewusst, da ich bei vielen Entscheidungen oft den Ausgang nicht kannte und ich weiß auch nicht, welche Entscheidung wichtiger oder unwichtiger war, aber das ist auch egal. Heute weiß ich, dass ich Entscheidungen treffe, damit ich mein Leben selbst in die Hand nehme, ich entscheide mich also für mein Leben… und nicht dafür, das Leben eines anderen zu leben.

Mir wird oft gesagt, dass ich ein überdurchschnittliche Ausdauer und Standhaftigkeit bei Dingen besitze. Seit Neuestem haben ich für mich beschlossen, dass es sowas wie Standhaftigkeit nicht gibt. Es gibt keine Eigenschaft, die einen an einem Weg rigoros festhalten lässt. Das einzige, was wir tun können, ist uns tagtäglich neu zu entscheiden. Wenn jemand eine Diät macht und keinen Zucker essen möchte, dann muss er sich jedes mal neu entscheiden, das süße Stück Kuchen nicht zu essen. Klar fällt es einem am Anfang schwer und später wird es leichter, aber die Entscheidung muss er dennoch treffen.

Und zum Thema leichter fallen: Den meisten Menschen fallen Entscheidungen schwer, weswegen es auch Politiker, Generäle oder andere Führungspersonen gibt, die nur die Aufgabe haben, Entscheidungen zu treffen. Diese fingen genau wie wir damit an, Angst für Entscheidungen zu haben. Aber so wie sie es sich antrainieren konnten, kann es das ein jeder von uns. Man sollte täglich anfangen, bewusst kleine Dinge zu entscheiden und die Entscheidung dann auch nicht mehr anzufechten. Mit der Zeit verliert man die Angst, sich für einen Weg zu entscheiden und ist auch zufrieden mit dem Entschluss. Man beginnt, sein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen und nicht von anderen lenken zu lassen (Das bedeutet nicht, dass man nie wieder etwas aus der Werbung kaufen sollte, aber man tut es bewusster).

Nur wenn wir bewusst unser Leben gestalten und Entscheidungen treffen, können wir am Ende sagen: „Ich habe mein Leben immer so gelebt, wie ich es für richtig gehalten habe und habe mir von niemandem etwas vorschreiben lassen.“ Nur so können wir ein glückliches und erfülltes Leben führen, dass uns gehört und niemand anderem.


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