#37 – Rente, die Sicherheit der Deutschen

Die Rente ist ein sehr heikles Thema. Für die meisten löst es Bauchschmerzen aus, da es für sie zu weit in der Ferne liegt. Andere schimpfen auf die Regierung, weil die gesetzliche Rente immer niedriger wird. Sind wir wirklich hilflos im Alter? Ich sage nein. Was man tun muss, um auch später keine Geldsorgen zu haben, erfahrt ihr im heutigen Beitrag.

Zu Allererst: Ich bin kein Steuer- oder Finanzberater und gebe daher nur meine eigene Meinung zu diesem Thema ab. Die Recherchen beziehen sich auf Webseiten, Gespräche mit Steuerberatern und Artikeln von Experten aus den Bereichen. Des Weiteren wird nur von Durchschnittseinkommen gesprochen. Individuelle Betrachtungen wie Erben, Immobilien und weitere wichtige Einflussfaktoren betrachte ich in diesem Artikel nicht, da es nur als groben Überblick für Menschen, die sich nicht im speziellen Investitionen auseinandersetzen wollen. Spezielle Betrachtungen werde ich in weiteren Beiträgen vertiefen.

Momentane Situation

Die Rente ist eines der besonderen Merkmal vieler europäischer Länder. Die meisten der deutschen können sich eine Altersvorsorge ohne die staatliche Rente gar nicht vorstellen. Dies kommt zum einen daher, dass zur Zeit der höheren Zinsen und des Aufbaus die Menschen gut von der Rente leben konnten. Damals war die Belastung für die Gesamtbevölkerung auch noch nicht so hoch, da die Menschen schlichtweg nicht so alt wurden und es damit auch nicht so viele Rentner gibt. Die deutsche Bevölkerung hat den demografischen Wandel in Bezug auf die Altersverschiebung nicht wirklich ernst genommen. Obwohl es von der Politik und den Medien schon seit Jahren ein wichtiges Thema ist, ist es in den Köpfen der Bevölkerung nicht angekommen. Zumindest unternehmen die wenigsten etwas gegen die sinkenden Renten.

Aber schauen wir uns mal die heutige Situation etwas genauer an:
Das Durchschnittsbruttoeinkommen beläuft sich auf ca. 34.000€ im Jahr (2800€ im Monat). Wer diese Summe 45 Jahre lang einzahlt, bekommt eine Rente von 1200€ gesetzliche Rente. Wem von euch reicht das? Wenn ihr nichts anderes mehr habt, dann wird es wohl nicht für den aktuellen Lebensstandard reichen. Das heißt, ihr müsst Abstriche in eurem Leben einnehmen. Für manche ist das okay, aber anderen missfällt dieser Gedanke sehr. Ich persönlich möchte mir auch in der Rente noch schöne Urlaube (oder gerade in dieser Zeit) gönnen oder weiterhin ein Auto besitzen und ein einer schönen Wohnung oder einem Haus leben.

Aber es gibt natürlich viele Wege, diese Abstriche zu vermeiden, indem man zusätzlich zur gesetzlichen Rente etwas für seine Altersvorsorge tut. Die folgende Grafik zeigt mögliche Zusatzinvestitionen und ihre Auswirkungen:

Schauen wir uns die Zahlen mal in Prozente an. Eine Studie besagt, das die meisten Renter mit 60% ihres letzten Einkommens im Alter gut leben können. Durch die gesetzliche Rentenversicherung erhalten wir ungefähr 40% davon. Durch eine angemessene Riesterrente könnt ihr euer Einkommen im Alter um etwa 10-13% erhöhen. Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) bietet euch die Möglichkeit, durch finanzielle Unterstützung ihres Arbeitgebers, in Fonds oder Aktienprodukte zu investieren und gewährt euch nochmal um die 10-15%. Solltet ihr eine Immobilie besitzen oder über große Geldanlagen verfügen, könnt ihr noch einmal 20% hinzurechnen.

Es gibt also genug Möglichkeiten, sein Einkommen im Alter zu erhöhen. Ich beziehe mich bei den hier vorgestellten Wege nur auf Durchschnittswerte aus einer Studie von „Welt“. Im Einzelfall muss jeder seine eigene Situation analysieren und bewerten. Ich gebe nur zu bedenken, dass es die aktuellen Werte sind. Da ich davon ausgehe, dass die Menschen in den nächsten Jahrzehnten noch älter werden, wird sich die gesetzliche Rente noch weiter verringern oder die Beiträge werden sich erhöhen (Aktuell bei 19%). Zumal die Rente noch immer für jemanden gedacht ist, der nach Renteneintritt höchstens noch 20 Jahre lebt (Da kann sich jeder selbst einmal überlegen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass man heute noch länger lebt). Wenn man Riesterrente (6%) und bAV (4%) hinzuzieht, muss man mindestens 40% seines Lohns sparen/investieren, um für das Alter vorgesorgt zu haben. Das klingt nach viel Geld. Es ist aber notwendig, wenn man ein wenig an seine Zukunft denken will. Ein wichtiger Punkt ist dabei auch die finanzielle Bildung, die man auf keiner Schule oder Universität in Deutschland wirklich lernen kann. Es liegt also an jedem selbst, sich zumindest grundlegend damit auseinander zu setzen. Ein Finanzplan ist in meinen Augen wichtig, egal ob man ihn nun selbst erstellt oder jemand dafür beauftragt.

Fazit: Wer im Durchschnitt monatlich mindestens 300€ ab dem 20. Lebenjahr in seine Altersvorsorge steckt (egal welche Form der Altersvorsorge gewählt wird), der wir beim Renteneintritt keine finanziellen Einbuße erleiden, wenn er das gesparte Geld mit der Rente addiert und einteilt. Für viele Deutsche sind 300€ im Monat viel Geld, daher erfordert es Disziplin und eine gute Finanzplanung. Ich kann daher nur jedem Empfehlen, sich in Ruhe mit einem Experten in diesem Bereich hinzusetzen und einen Plan zu erstellen (Es muss nicht unbedingt dein Bankberater von nebenan sein, sondern auch eine finanzversierte Privatperson kann euch helfen, einen Überblick zu bekommen). Sollte man das Geld gut anlegen und 6-8% Prozent Wachstum erzielen, dann sind auch geringere Sparraten oder ein höheres Vermögen möglich.


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Weiterführende Literatur

Bodo Schäfer – Der Weg zur finanziellen Freiheit

Herb Stumpf – Wenn das Wochenende 7 Tage hat

Welt Studie – Der fast aussichtslose Kampf um eine sichere Rente

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