#22 – Lesen… aber richtig

Lesen ist eines der wichtigsten Informationsquellen. Auch in einer Digitalen und mit Videos vollgestopften Gesellschaft halte ich es für sinnvoll, Wörter und Sätze zu lesen. Vor allem Bücher sind eine wichtigere Quelle als Videos und andere Schnellformate (Ja, sie sind auch wichtiger als dieser Blog). Allerdings sollte man gewisse Dinge beim Lesen beachten. Welche das sind, erfahrt ihr im heutigen Artikel.

Du sollst Lesen, aber was?

Es gibt unzählige Arten von Literatur. Welche gefällt dir am meisten? / pexels.com

Krimis für spannende Erlebnisse? Sachbücher für gesammeltes Wissen? Oder doch lieber Fantasy-Romane, um die Grenzen des Möglichen zu erweitern. Jeder, der eine bestimmte Art von Büchern mag, findet Gründe, warum diese die Wertvollsten seien. Wer hat nun recht? Ich behaupte alle. Es kommt glaube ich nicht darauf an, was man liest. Man muss sich dabei wohl fühlen, Spaß haben und nach mehr streben. In jedem Buch steckt Wissen. Wichtig ist nur, was wir damit anfangen; welche Bedeutung wir dem Inhalt zuschreiben. Aber eins steht fest. Wissen aus Büchern stellt auch noch heute, im Zeitalter des Internets, eine der wichtigsten Informationsmittel dar. Eine Biographie ist die Zusammenfassung eines ganzen Lebens. Dort werden Erfahrungen, Erfolge, aber auch Fehlentscheidungen in komprimierter Form dargestellt. Dies ermöglicht anderen Menschen in kurzer Zeit von diesem Erfahrungsschatz zu profitieren und darauf aufzubauen. Ebenso kann ein Krimi wichtige Denkanstöße bieten, die man bei einer Folge „Mitten im Leben“ garantiert nicht finden wird. Deswegen kann ich nur jeden raten, zu lesen. Es muss nicht viel sein. Und wenn man nur ein oder zwei Bücher pro Jahr liest, erweitert das den Wortschatz und die Denkweise auf unvorstellbare Weise.

Die richtige Lesetechnik

Nützliche Hilfen beim Lesen / pexels.com

Einfach drauf los zu lesen hat mich schon viel Zeit gekostet. Wie oft merke ich, dass ich ein Buch gelesen habe und eigentlich nichts daraus gewonnen habe, weil ich mir das meiste nicht merken konnte. Oft lese ich auch eine Seite und bin in Gedanken ganz woanders gewesen oder wurde während des lesen unterbrochen. Es ist auch wissenschaftlich belegt, dass wir beim Lesen maximal 30% des dargestellten Inhaltes aufnehmen können. Beim Hörbuch ist es sogar noch viel weniger. Daher habe ich mir folgende Hilfsmittel besorgt, die beim Lesen immer dabei sind:

  • Textmarker
  • Stift
  • Notizzettel

In jedem Kapitel markiere ich wichtige Phrasen oder Wörter mit einem Textmarker. Damit konzentriere ich mich nochmal aktiv auf das geschrieben und verinnerliche es durch die Handbewegung besser. Außerdem werden Wörter, die ich nicht verstehe ebenfalls markiert. Diese schaue ich dann im Internet nach und schreibe mir eine kurze Erklärung an den Rand des Buches. Sollte ich gerade keine Zeit oder kein Internet haben, dann kommen diese Begriffe auf den Notizzettel oder auf die Notiz-App in meinem Handy.
Zusätzlich schreibe ich mir am Ende eine Kapitel die wichtigsten Elemente raus. Damit halte ich nach einem Kapitel immer kurz inne und überlege, was in dem Kapitel alles dran kam. Sollte mir nichts mehr wirklich einfallen oder nur die letzten paar Seiten, dann lese ich das Kapitel meistens nochmal (außer es ist ein eher unwichtiges Kapitel im Buch). Ich werde demnächst auch anfangen, mir Zusammenfassungen von Büchern zu schreiben, um die wichtigsten Elemente eines Buches herauszufiltern und abrufen zu können, wenn ich mir nochmal den Inhalt des Buches vor Augen führen will oder jemand anderen das Buch kurz beschreiben möchte.

Trotz einer Zusammenfassung lese ich Bücher ab dem letzten Jahr mindestens zweimal durch, bevor ich sie erst einmal beiseite lege. Die für mich prägendsten und besten Bücher lese ich sogar jedes Jahr einmal. Durch das mehrmalige Lesen begreift man die Verbindungen der Inhalte viel besser und versteht die Intention des Autors intensiver. Oft war ich auch noch nicht bereit für den Inhalt eines Buches, weil mir Vorwissen fehlte oder die Einstellung zu dem Buch noch zu negativ eingestellt war. Durch das mehrmalige Lesen kann man diese Dinge ausgleichen. Auch bei einem Roman kann es nützlich sein, die Geschichte noch einmal zu lesen. Dadurch das man den groben Ablauf der Geschichte kennt, kann man sich nun viel mehr auf die kleinen Hintergrundinfos konzentrieren und die Anspielungen/Hinweise des Autor besser erkennen.

Der Grenznutzen des Lesens

Zu viele Bücher können einen verwirren und sogar schaden / pixabay.com

Es heißt immer „Viel lesen, hilft viel.“ Dieser Aussage stimme ich nur zum Teil zu. Es kann nämlich sein, dass wir uns durch zu viel Information blenden lassen. In Zeiten des Internets und der ständigen Bereitstellung von Informationen, können wir durch die Informationsflut in eine Art Angststarre verfallen. Durch viele gegensätzliche und verwirrende Informationen wird unser Körper gelähmt. Außerdem können wir uns falsches Wissen durch schlecht erarbeite Bücher aneignen. Deshalb sollte man ab einem gewissen Alter (30-40 würde ich einschätzen) anfangen, rigoros zu filtern. Man sollte gezielt lesen und sich vorher gut informieren, welche Bücher man lesen will. Wenn ich zwei Bücher über „die menschliche Psychologie“ lese, erhalte ich vielleicht sogar gegensätzliche Theorien. Um einschätzen zu können, welchen Informationen man trauen kann, sollte man bis 30 einfach drauf los lesen. Ungeachtet der Informationen, die man aufnimmt, sollte diese Zeit dazu dienen, Erfahrung zu sammeln und lernen gute von schlechter Literatur zu unterscheiden. Nur so kann man sich dann ab einem gewissen Alter nur noch wichtiges und für sich richtiges Wissen aneignen. Dies erspart einem verschwendete Zeit und sorgt für ein geordneten und messerscharfen Verstand.


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Weiterführende Links

Rolf Dobelli – Die Kunst des Klugen Handelns; 52 Irrwege, die sie besser anderen überlassen

Herman Scherer – Fokus!: Provokative Ideen für Menschen, die was erreichen wollen

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