#21 – Wie Freunde und Mitmenschen dich beeinflussen

Sie sind ständig um uns herum: Mitmenschen. Egal ob Freunde, Kollegen oder Menschen die wir gar nicht mögen. Wir interagieren mit ihnen, sehen sie oder spüren sie. An jedem Tag beeinflussen wir Menschen und werden beeinflusst, egal ob bewusst oder unbewusst. Was hat das für Folgen? Wie können wir das nutzen? Einige meiner Eindrücke zu diesem Thema.

The Big 5

Du bist der Durchschnitt der 5 Personen, mit denen du die meiste zeit verbringst

Jim Rohn

Jeder hat sie: die großen Fünf. Damit meine ich die 5 einflussreichsten Menschen in deinem Leben. Dies sind für gewöhnlich Freunde, Arbeitskollegen und Familie. Es können aber auch Stars sein, denen du noch nie persönlich begegnet bist. Diese beeinflussen dich, da du ihnen die meiste Zeit widmest, sei es durch persönliche Interaktion, aber wie im Falle von Stars auch durch Beschäftigung mit der Person. Wie stark dich eine Person beeinflusst, hängt davon ab, wie viel Zeit du mit ihr verbringst, aber auch mit dem Grad der Bewunderung ab. Während deine Eltern dich eher langsam und unterbewusst verändern, können Stars dich in wenigen Minuten durch eine einzelne Handlung charakterlich formen. Wichtig zu wissen ist, dass du gegen die Beeinflussung kaum etwas unternehmen kannst. Das ist auch der Trick, warum Werbung funktioniert. Sie manipuliert dich unterbewusst, sodass du irgendwann ein Produkt kaufen möchtest, was du vor ein paar Wochen noch als nutzlos empfunden hast. Deshalb solltest du akzeptieren, dass du ständig von deinen Mitmenschen neu geformt wirst. Manchmal geschieht das, weil du es willst und manchmal, weil du musst.

Gruppenzwang und Mitläufer

Ward ihr schon mal unter Gruppenzwang? / pixabay.com

Ein normaler Samstagabend. „Kommst du heute mit auf die Party? Bis 10 gibt es Shots für 1€. Wir müssen da schnell hin, damit es sich ordentlich lohnt.“ So oder so ähnlich hat es sicherlich so manch einer von euch schon einmal gehört. Obwohl wir wissen, dass es uns nach das letzte Besäufnis nicht sonderlich gut bekam, gehen wir wieder mit. Obwohl uns die Shots nicht schmecken (mit dem Argument „Die müssen nicht schmecken, die sollen ja nur knallen“), trinken wir. Und jedes Mal fragen wir uns danach „Warum hab ich dem zugestimmt?“

Klar, dies ist ein offensichtlicher Fall von Gruppenzwang und von außen erkennen wir sofort, dass man sowas nicht gut heißen sollte. Aber die negative Beeinflussung geht auch im Verborgenen. Zum einen suchen wir uns die Freunde, die uns ähneln. Andererseits verändern wir uns hin zu den Freunden, die wir haben. Das ist die Natur von Freundschaft. Ähnliches bei Familie und Arbeitskollegen. Wir wollen auf einer Wellenlänge mit ihnen sein und so passen wir uns ihren Gewohnheiten, Hobbies und Charakterzügen an. Dies geschieht langsam und ohne das wir aktiv etwas dafür tun. Dabei übernehmen wir allerdings auch alle schlechten Eigenschaften, wie zum Beispiel Faulheit, Drogenkonsum, Unpünktlichkeit und viele andere Angewohnheiten, die wir gar nicht haben wollen. Wir akzeptieren sie aber irgendwann, weil wir unterbewusst denken „die anderen sind ja auch so“.

Superstars und Vorbilder

Andere können uns stützen / pixabay.com

Auf der anderen Seite können uns unsere Mitmenschen zu neuen Höhen bringen. Ehrgeiz unter Freunden und Arbeitskollegen hilft uns, motiviert und energiegeladen zu arbeiten. Mit den richtigen Vorbildern können wir Charakterzüge annehmen, die für uns förderlich sind und uns weiterbringen. Ein Superstar kann Licht in eine dunkle Welt bringen. Und mit Superstar meine ich nicht irgendwelche Prominenten, sondern Menschen, die innerlich Stars sind. Es können deine Eltern sein, die dich in allem Unterstützen, dein Deutschlehrer, der immer an dich geglaubt hat oder ein Freund, der immer für dich da war, wenn du ihn gebraucht hast. Es gibt viele Superstars in unserem Leben, nur die meisten erkennen wir nicht bzw. halten wir nicht an ihnen fest. Sie sind unscheinbar, da die wahren Superstars nicht im Rampenlicht stehen, sondern eher im Verborgenen die Welt verbessern wollen. Anerkennung ist ihnen nicht wichtig, da sie schon von sich selbst das Feedback bekommen, alles richtig zu machen. Daher macht euch auf die Suche nach Superstars, die euch unterstützen, vorantreiben und in neue Höhen befördern.

Kannst du dir deine Top 5 aussuchen?

Zu oft höre ich dann „Das ist alles schön und gut, aber ich kann mir meine Familie, meine Arbeitskollegen nicht aussuchen.“ Das stimmt. Aber du kannst entscheiden, wie viel Bedeutung du ihnen zuwendest. Es gibt sicherlich viele von euch, die Arbeitskollegen haben, die nur am meckern ist. Sie kommen Montagmorgen in die Arbeit und sagen „hoffentlich ist bald Freitag“. Ähnliches bei der Familie, welche euch nicht unterstützt, klein hält oder anderweitig negativ beeinflusst. Aber ihr entscheidet, wie viel Zeit ihr mit ihnen verbringt. Ihr müsst nicht jede Woche mit dem miesepetrigen Kollegen in eine Bar gehen. Ihr müsst auch nicht jede Woche zu euren Eltern fahren (oder da wohnen). Ihr habt es in der Hand. Ihr könnt entscheiden, wer die wichtigsten Personen in eurem Leben sind und könnt die Liste jeden Tag ändern. Ihr müsst euch nur ENTSCHEIDEN! Ich habe angefangen Menschen in eine Leistungskategorie einzuteilen:

  1. Menschen, die mich stark runter ziehen.
  2. Menschen, die mich behindern.
  3. Menschen, die auf einer Stufe mit mir stehen.
  4. Menschen, die mich fördern.
  5. Menschen, die Superstars für mich sind.

Ich versuche seither, Menschen aus Kategorie 1 und 2 aus meinem Leben zu drängen und mehr 4er und 5er zu suchen. Eure „Big Five“ sollte daher auch eher aus Menschen aus den Kategorien 3 bis 5 bestehen. Diese bringen Freude in euer Leben und bringen euch weiter. Sie fördern und euch und ermöglichen der zu werden, den ihr euch immer erträumt hat.

Ich suche mir auch vermehrt Menschen aus dem Internet und aus Seminaren, die ich als Vorbilder bezeichne. Ich informiere mich über sie, über ihre Verhaltensweisen, ihre Taten und ihre Programme. Auch so können sie zu einem der Big 5 in meinem Leben werden und mich so positiv beeinflussen. Wichtig ist immer, dass du dir die Personen aussuchen kannst, die dich am meisten beeinflussen sollen, im Guten wie im Negativen.

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2 Kommentare zu „#21 – Wie Freunde und Mitmenschen dich beeinflussen

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  1. Ich kannte das Konzept Big Five schön und stimme dem weitgehend zu. Auch die notwendige Eigeninitiative im Sinne des Zeitaufwandes, den ich mit diesen Menschen verbringe ist wie du gesagt hast wichtig. Lediglich den Punkt „Menschen aus Kategorie 1 und 2 aus dem Leben drängen“ finde ich unglücklich formuliert.
    Erstens können Menschen zu denen ich eine emotionale Beziehung aufgebaut habe auch nur kurzfristig dazu neigen mich persönlich „runterzuziehen“. Deswegen möchte ich sie aber nicht aus meinem Leben drängen.
    Und zweitens untergräbt solch ein Verhalten mehr oder weniger deutlich die Tätigkeiten von Menschen, die es sich zum Ziel gesetzt haben Anderen zu helfen.
    Wenn ich hingegen in meinen Augen alles getan habe, um besagten Menschen aus Kategorie 1 & 2 zu helfen, sie sich aber trotz allem nicht verändern, würde ich dir zustimmen, dass sie einen zunehmend geringeren Einfluss in meinem Leben haben sollten

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    1. Danke für deinen Kommentar. Ja ich Stimme dir zu, dass es vielleicht ein wenig hart formuliert ist.
      Ich würde aber Menschen, denen ich helfen will, nicht unbedingt als Kategorie 1 oder 2 einstufen. Denn so wie du ihnen mit deinem Wissen weiterhelfen kannst, geben sie dir die Möglichkeit, Erfahrung im Umgang mit Menschen zu geben. Natürlich sollte man nicht jeden gleich höher einstufen, da man ja prinzipiell jedem helfen kann. Aber wenn du dich dafür entscheidest, jener Person zu helfen, dann ist es ja deine Aufgabe. Und dieses Ziel schaffst du nur gemeinsam mit der anderen Person.

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